Karawanken: Von Ideen zu Partnerschaften! 3. grenzüberschreitendes Treffen des Projekts COVISION in Tržič erfolgreich durchgeführt

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Bild: Karawanken: Von Ideen zu Partnerschaften! 3. grenzüberschreitendes Treffen des Projekts COVISION in Tržič erfolgreich durchgeführt
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Am 10. Juni 2026 fand im Unternehmerinkubator Tržič das dritte grenzüberschreitende Treffen im Rahmen des Projekts COVISION unter dem Titel „Karawanken: Investieren wir in die Zukunft“ statt. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden, Entwicklungsorganisationen, Tourismusorganisationen, Kultureinrichtungen sowie weitere Akteurinnen und Akteure aus Oberkrain und Kärnten zusammen, die sich für die Stärkung der Zusammenarbeit und die Entwicklung gemeinsamer Initiativen im Karawankenraum einsetzen.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten die Direktorin der Entwicklungsagentur Oberkrain (RAGOR), Eva Štravs Podlogar, der Bürgermeister der Gemeinde Tržič, Peter Miklič, sowie der Vizepräsident des Slowenischen Wirtschaftsverbandes (SGZ), Felix Wieser, die Teilnehmenden.

Im weiteren Verlauf wurden die Entwicklung des Projekts COVISION sowie die wichtigsten Ergebnisse der ersten beiden grenzüberschreitenden Treffen vorgestellt. Diese hatten ein großes Interesse der beteiligten Akteurinnen und Akteure an einer vertieften Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Sport, nachhaltiger Tourismus und Mobilität aufgezeigt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drei konkrete Projektinitiativen, die im Rahmen der bisherigen Zusammenarbeit der Projektpartner und Stakeholder entwickelt wurden.

Aljaž Pogačnik stellte eine Initiative zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich des kulturellen Erbes vor. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Vernetzung von Museen und Kultureinrichtungen auf beiden Seiten der Grenze sowie auf der Entwicklung gemeinsamer Inhalte, die zur stärkeren Wahrnehmung des gemeinsamen Kulturraums der Karawanken beitragen sollen.

Matej Kandare präsentierte die Entstehung, Entwicklung und zukünftigen Ziele des Julian Alps International Ski Pass, der fünfzehn Skigebiete in drei Ländern – Slowenien, Italien und Österreich – miteinander verbindet. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass derartige Kooperationen nur durch Ausdauer und das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten erfolgreich sein können.

Im Bereich Mobilität stellte Gašper Golmajer bestehende Verbindungen sowie weitere Entwicklungsmöglichkeiten für grenzüberschreitende Verkehrsangebote für Wandernde und Besucherinnen und Besucher vor. Ziel ist es, touristische Ziele besser erreichbar zu machen und nachhaltige Mobilitätsformen im Karawankenraum zu fördern.

Einen wichtigen Beitrag zur Diskussion leistete Martina Maria Linzer, die online an der Veranstaltung teilnahm. Sie präsentierte zukünftige Finanzierungsmöglichkeiten für grenzüberschreitende Projekte im Zeitraum 2026–2028. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über verschiedene Förderprogramme der Europäischen Union, darunter Interreg Alpine Space, Erasmus+, CERV, Horizon Europe und das Single Market Programme. Diese Programme bieten Finanzierungsmöglichkeiten in den Bereichen Kultur, Tourismus, Mobilität, Bildung und Zusammenarbeit zwischen Gemeinschaften. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verknüpfung der vorgestellten Projektideen mit geeigneten europäischen Förderinstrumenten sowie auf die Planung der nächsten Schritte zur Entwicklung von Projektpartnerschaften gelegt.

Nach den Präsentationen und einer kurzen Pause folgte die Arbeit in thematischen Gruppen. Dabei wurden die einzelnen Initiativen vertieft diskutiert, potenzielle Partner identifiziert, erste Aktivitätsvorschläge entwickelt und Möglichkeiten für die weitere Ausarbeitung der Projektideen erörtert. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Aufbau konkreter Partnerschaften und der Entwicklung von Projektansätzen, die auch nach Abschluss des Projekts COVISION weiterverfolgt werden können.

Von besonderer symbolischer und inhaltlicher Bedeutung war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen RAGOR und dem Slowenischen Wirtschaftsverband (SGZ). Mit dieser Vereinbarung verpflichten sich beide Partner, die grenzüberschreitenden Beziehungen auch nach Abschluss des Projekts COVISION aktiv zu pflegen, die Vernetzung von Organisationen auf beiden Seiten der Grenze zu fördern und gemeinsam neue Möglichkeiten für die Entwicklung und Umsetzung grenzüberschreitender Projekte zu erschließen. Die Vereinbarung stellt einen wichtigen Schritt zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Projektergebnisse sowie zur weiteren Stärkung der Zusammenarbeit im Karawankenraum dar.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung fand eine Besichtigung von Best-Practice-Beispielen in Tržič statt. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die reiche Geschichte der Stadt, die von ihrer handwerklichen und industriellen Tradition sowie ihrer bedeutenden Lage an der historischen Verbindung zwischen Krain und Kärnten geprägt ist. Die fachkundige Präsentation zur historischen Entwicklung von Tržič und seinem kulturellen Erbe wurde von David Ahačič und Bojan Knific gestaltet.

Besonderes Interesse weckte die Besichtigung der Germovka-Hammerwerkstätte, eines der bedeutendsten Denkmäler des eisenverarbeitenden Erbes in Tržič, das von der reichen industriellen Vergangenheit der Region zeugt. Anschließend besuchten die Teilnehmenden das Museum Tržič, wo sie anhand der Sammlungen die Entwicklung der Stadt, ihrer Handwerke, ihrer Industrie sowie des Alltagslebens der Bevölkerung kennenlernen konnten.

Die Veranstaltung bestätigte erneut das große Potenzial der Karawanken für die Entwicklung gemeinsamer grenzüberschreitender Projekte. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraums auf beiden Seiten der Grenze leisten kann. Die Diskussionen und die Arbeit in den Gruppen zeigten ein großes Interesse der Teilnehmenden an einer weiteren Vernetzung, an der Entwicklung gemeinsamer Initiativen sowie an der Fortsetzung des Dialogs auch über die Laufzeit des Projekts COVISION hinaus.