Die Präsidentin der Republik Slowenien Nataša Pirc Musar in Kärnten

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Die Präsidentin der Republik Slowenien Nataša Pirc Musar in Kärnten

Die Präsidentin der Republik Slowenien, Nataša Pirc Musar, besuchte im Rahmen ihres Arbeitsbesuchs in Kärnten unter anderem das Peršmanhof in Koprein-Petzen bei Bad Eisenkappel – den zentralen Erinnerungsort der slowenischen Volksgruppe in Kärnten.

Der Besuch stellt eine klare Bestätigung der Unterstützung Sloweniens für die slowenische Minderheit in Österreich bei der Umsetzung jener Rechte dar, die sich aus Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrags (ÖStV) sowie aus weiteren internationalen und nationalen Verpflichtungen ergeben.

Am Peršmanhof, wo Nationalsozialisten am 25. April 1945 elf Mitglieder der Familien Kogoj und Sadovnik ermordeten, besichtigte die Präsidentin die Dauerausstellung des Museums über das Schicksal der slowenischen Minderheit und den Partisanenwiderstand während des Zweiten Weltkriegs. Sie erinnerte auch an die vielbeachtete Polizeirazzia im Rahmen eines antifaschistischen Camps im vergangenen Sommer, die sowohl in Kärnten als auch in Slowenien für große Unruhe innerhalb der slowenischen Gemeinschaft sorgte.

Die Präsidentin traf sich zudem getrennt mit Vertreter:innen des Vereins Peršman, mit Nachkommen der Familien Sadovnik und Kogoj, mit dem Verband der Kärntner Partisanen und Freund:innen des antifaschistischen Widerstands sowie mit jungen Vertreter:innen von Studierenden- und Schülerorganisationen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Zukunft der Jugend, die Erhaltung der Sprache sowie strukturelle Fragen der Minderheitenrechte.

Besonders hervorzuheben:

Am Arbeitsgespräch nahmen auch Vertreter:innen der zentralen Organisationen der slowenischen Volksgruppe teil. Anwesend war auch der Präsident des SGZ, Benjamin Wakounig, was die Bedeutung der Vernetzung von politischer und wirtschaftlicher Sphäre zur Stärkung der Position der slowenischen Gemeinschaft in Kärnten zusätzlich unterstreicht.

Im weiteren Verlauf des Besuchs traf die Präsidentin in Bad Eisenkappel mit Vertreter:innen der Dachorganisationen der slowenischen Minderheit sowie getrennt auch mit dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser zusammen. Die Gespräche waren der Lage und den Rechten der slowenischen Minderheit sowie der weiteren Entwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gewidmet.