Projekt MAJ: Zwischen Bienen und Bergbauernhöfen

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Bild: Projekt MAJ: Zwischen Bienen und Bergbauernhöfen
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Projekt MAJ: Zwischen Bienen und Bergbauernhöfen

 

Am 29. und 30. Mai fand im österreichischen Kärnten bereits das zweite diesjährige MAJ-Projekt „Netzwerk Alpen-Adria“ des Jahres 2026 statt. Das Projekt brachte diesmal junge Angehörige der Minderheiten aus Österreich, Italien, Kroatien und Ungarn unter dem Motto "Jugend und bäuerliche Wirtschaft – das Minderheitenwesen und der Zustand der Landwirtschaft heute" zusammen.

 

Treffen begann sehr dynamisch, da sich die Schüler durch unterhaltsame Kennenlernspiele sofort kennenlernten, das Eis brachen und erste Freundschaften knüpften. Der erste Tag war der Entdeckung innovativer landwirtschaftlicher Praktiken unter Bergbedingungen gewidmet. Der Weg führte die Teilnehmer zuerst nach Zell, wo sie auf dem Bauernhof Adamk von Katja Čertov herzlich empfangen wurden. Als echte Experten für Bienenzucht stellten sie den Jugendlichen den Apitourismus – den Imkereitourismus – ausführlich vor. Die Schüler lernten den gesamten Arbeitsprozess mit den Bienen kennen, von der Pflege der Bienenstöcke bis zum Endprodukt, besichtigten eine reiche Palette an hofeigenen Produkten wie Honig und Blütenpollen und erfuhren, was alles getan werden muss, damit ein erstklassiges Heimprodukt entsteht.

Der lehrreiche Weg wurde in Windisch Bleiberg auf dem Bauernhof bei Najek fortgesetzt, wo sie von Marinka Mader-Tschertou bewirtet wurden. Die Schüler teilten sich in Gruppen auf und versuchten sich an praktischen Forschungsaufgaben. Mit Hilfe von Lexika mussten sie lokale Blumen pflücken und richtig benennen sowie den pH-Wert des Bodens messen, und die Gastgeberin zeigte ihnen den Bauernhof und stellte die Funktionsweise von Landmaschinen vor, die für Berggebiete angepasst sind. Am Nachmittag schlossen die Teilnehmer den Tag mit einem Besuch des Bodentals ab, wo sie das wunderschöne Naturwunder Meerauge (Jezerce) besichtigten, das mit seiner türkisblauen Farbe absolut alle Anwesenden verzauberte.

Der zweite Tag stand im Zeichen der Natur und eines Bergabenteuers. Vom Pfarrheim in Zell aus machten sich die Schüler zu Fuß auf den Weg zum Koschutahaus. Damit der Weg jedoch nicht zu lang wurde, spielten sie in Gruppen ein spannendes „Wald-Bingo“. Während des Gehens mussten sie in der Natur bestimmte Waldelemente suchen und fotografieren, was die Wanderung in einen echten Spaß verwandelte. Auf der Hütte wartete ein verdientes und reichhaltiges einheimisches Mittagessen auf die Wanderer, mit dem das Beisammensein offiziell endete.

Das letzte Maiwochenende in Kärnten bot den jungen Minderheitenangehörigen einen wunderbaren Einblick in die Berglandwirtschaft und die Naturschönheiten, brachte ihnen neues Wissen über ländliche Wege und stärkte aufs Neue erfolgreich die Minderheitenbande. Voller schöner Erinnerungen und neuer Erfahrungen blicken die Teilnehmer jedoch bereits nach vorne, da das nächste MAJ-Projekt im September in Kroatien stattfinden wird.